Allgemeines

Nachrichten, Aktuelles und Termine aus der la:sf.

Der Kulturverein Etty hat im Vorjahr das Theaterprojekt Harry Merl – vom verfolgten jüdischen Kind zum Vater der Familientherapie ins Leben gerufen. Es wurde vor ausverkauften Häusern in der Tribüne Linz und im Theater Nestroyhof / Hamakom in Wien aufgeführt. Einer der Abende in Linz wurde aufgezeichnet. Diese Aufzeichnung wurde nun als kostenloser Stream auf Vimeo online gestellt – frei nach dem Motto „Sie können nicht ins Theater kommen, also kommt das Theater zu Ihnen nach Hause“.

Der Kulturverein Etty schreibt in seinem Newsletter: „Harry Merl musste als jüdisches Kind sieben lange Jahre (1938-1945) ums Überleben bangen. Seine dramatische Lebensgeschichte kann uns Mut machen und unsere Resilienz fördern. In diesem Sinne: Viel Kraft für die 3. Woche der Corona-Krise und die kommende Osterzeit.“

Elisabeth Wagner beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Frage, wie Systemische Therapie gedacht und gelehrt werden kann, damit sie auch für die Nachbardisziplinen Psychiatrie und Klinische Psychologie anschlussfähig ist. Wir freuen uns sehr, dass sie ihr neues Buch Praxisbuch Systemische Therapie. Vom Fallverständnis zum wirksamen psychotherapeutischen Handeln in klinischen Kontexten (Verlag Klett-Cotta) am 29. April 2020 in den Räumen der la:sf persönlich vorstellen wird.

Nach einführenden Überlegungen der Autorin werden zwei Vortragende aus verschiedenen Perspektiven auf das Buch Bezug nehmen. Evelyn Niel-Dolzer behauptet „Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie“ und Stefan Geyerhofer geht der Frage nach: Systemische Therapie im klinischen Kontext – Wie anschlussfähig sind wir? Danach laden wir zu einem kleinen Buffett.

Sollten Sie einen Eindruck von Veranstaltungen an der la:sf bekommen, einen Ausschnitt von Konrad Grossmanns Lesung aus seinem Roman „Diese unstillbare Sehnsucht“ oder Evelyn Niel-Dolzers Vortrag zum Thema „Warum (k)ein schlechtes Gewissen haben“ sehen wollen, laden wir Sie herzlich ein, unseren neuen Videokanal auf youtube zu besuchen. Hier werden künftig noch mehr Ausschnitte aus verschiedenen Vorträgen und Veranstaltungen zu sehen sein.

Wir freuen uns über Ihre Anmeldung zur Buchpräsentation unter office@la-sf.at oder www.lasf.at/events.

Frontcover von Praxisbuch Systemische Therapie von Dr. Elisabeth Wagner

Das Gesundheitsministerium wurde im Zuge der Regierungsumbildung mit seinen Agenden in das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz eingegliedert. Die Website wurde aktualisiert und einige Formulare waren in dieser Zeit nicht leicht auffindbar. Mittlerweile ist die neue Homepage online und alle Informationen, Formulare und Links wieder abrufbar.

Unter https://www.sozialministerium.at/Themen/Gesundheit/Medizin-und-Gesundheitsberufe/Berufe-A-bis-Z/Psychotherapeutin,-Psychotherapeut.html finden sich alle Informationen zum Beruf Psychotherapeut*in, von der Ausbildung, über Fort- und Weiterbildung bis zur Eintragung in die Psychotherapeut*innenliste.

Erlässe, Richtlinien und Empfehlungen des Ministeriums betreffend Psychotherapie (sowie andere Medizin- und Gesundheitsberufe) sind unter https://www.sozialministerium.at/Themen/Gesundheit/Medizin-und-Gesundheitsberufe/Erl%C3%A4sse,-Empfehlungen-und-Informationen.html abrufbar.

Die wichtigsten Informationen stehen natürlich auch auf der Homepage der la:sf zur Verfügung unter https://www.lasf.at/service/.

Ein Workshop für das Verständnis unter Menschen. Fokus arabischer Raum

Begegnungen mit Menschen aus dem arabischen Raum werden immer häufiger, im öffentlichen wie im privaten Raum und auch in psychotherapeutischen Praxen. Unterschiedliche Sprachen wie auch verschiedene kulturelle Traditionen können zwar eine Barriere darstellen, beinhalten aber gleichzeitig die Möglichkeit für persönliches/menschliches Wachstum. Eine offenere Annäherung wird unterstützt durch ein besseres Verständnis der Wirklichkeitskonstruktionen des Gegenübers. Um eine andere Realität und Perspektive einnehmen zu können, ist es manchmal wichtig, seine eigenen Schuhe auszuziehen und die einer anderen Person anzuziehen. Unter diesem Motto steht die neue Fortbildungsveranstaltung In den Schuhen des Orients.

Die la:sf hat mit Lisa Lenz-Ayoub und Donata Kremsner zwei Vertreterinnen des Vereins CEURABICS (Center for European-Arab and Islamic-Christian Studies, https://www.ceurabics.com) eingeladen, einen Workshop zu gestalten. Diese praxisorientierte Fortbildung am 17. April 2020 soll Kenntnisse vermitteln und Erfahrungen anbieten, um die interkulturelle Kompetenz zu vergrößern und somit auch Psychotherapeut*innen eine lösungsorientierte Zusammenarbeit mit Klient*innen aus dem Nahen Osten zu erleichtern.

Details und Organisatorisches unter https://www.lasf.at/events/in-den-schuhen-des-orients/

Anmeldung ist ab sofort möglich unter office@la-sf.at oder www.lasf.at/kontakt.

Das Systemische Kaffeehaus, unter der Leitung und initiiert von Helmut de Waal, ist eine seit über 20 Jahren bestehende Fortbildungsreihe und ein Fixpunkt unter den Veranstaltungen an der la:sf. Es findet mittlerweile nicht nur zwei Mal jährlich in Wien, sondern auch jährlich in Linz statt. Als Ziel und Besonderheit will die Reihe einen Ort bieten, wo – gleich einem Kaffeehaus im „wirklichen Leben“, Wissenschaft im Zeugungsstadium passieren kann. Aktives Einbringen des anwesenden Publikums ist ausdrücklich erwünscht.

Wir haben erstmals einen Vortrag auf Video aufgenommen und freuen uns, auf diese Weise allen Interessierten einen Einblick in den wissenschaftlichen systemischen Diskurs an der la:sf geben zu können. Das 42. Systemische Kaffeehaus vom 5. Dezember 2019 beschäftigte sich mit der Frage „Warum (k)ein schlechtes Gewissen haben?“. In dem Video ist Evelyn Niel-Dolzer, die sich in ihrem Beitrag mit dem Thema „(Sich) verdanken, Dankesschuld und Schuldgefühle. Über Herkunft, historisches Gewordensein und Abwehr.“ auseinandersetzt, zu sehen.

Das Video kann hier direkt angesehen oder über den link am Ende des Beitrags aufgerufen werden.

Der direkte link: https://www.youtube.com/watch?v=-DjweG2_4IQ

Während beim 42. Systemischen Kaffeehaus im großen Saal der la:sf die Frage „Warum (k)ein schelchtes Gewissen haben?“ erörtert wurde, wurden in der Halle die handgefertigten hochwertigen Produkte der Papierwerkstätte OPUS präsentiert.

OPUS ist eine Rehabilitationseinrichtung für Menschen, die an Psychosen leiden. Durch die Arbeit in der Papierwerkstätte bereiten sich die Beschäftigten – nach meist lang dauernder Krankheit – auf einen Wiedereinstieg ins Berufsleben vor. Die Produkte entstehen in Teamarbeit. Alle Teilnehmer*innen bringen ihre Fertigkeiten und Fähigkeiten ein und leisten so seinen Beitrag zur Entstehung des Gesamtprodukts.

Obwohl mit einfachen technischen Mitteln produziert wird, stehen Qualität und Sorgfalt bei der Ausführung im Mittelpunkt des Arbeitens. Derzeit arbeiten 60 Teilnehmer*innen halbtags in 9 Werkstättengruppen.

Präsentationstisch der Werkstätte OPUS
Visitenkarte der Werkstätte OPUS

www.werkstaette-opus.at
https://www.opus-shop.at/

Konrad P. Grossmann ist nicht nur für seine Lehrtätigkeit an der la:sf und anderen Institutionen, sondern auch für seine wissenschaftlichen Arbeiten in Fachkreisen bekannt. Viele seiner Bücher wurden bereits an der la:sf vorgestellt. Nun hat er zum ersten Mal kein Fachbuch, sondern einen systemischen Roman verfasst. Wir freuen uns sehr, dass die Tradition fortgesetzt und Konrad P. Grossmann persönlich sein neuestes Buch „Diese unstillbare Sehnsucht“ (Verlag am Sipbach) präsentieren und daraus lesen wird. Sehr herzlich laden wir zu den Lesungen in Linz und Wien am 20. Jänner 2020 bzw. 30. Jänner 2020 ein. Bohdan Hanushevsky wird den Abend mit Gitarre, Gesang und Akkordeon musikalisch begleiten.

Lesung in Linz: Mo, 20.01.2020, 19 Uhr, Bischöfliches Priesterseminar, Harrachstraße 7, 4020 Linz
Wir ersuchen um Anmeldung unter: sabine.rossgatterer@gmx.at

Lesung in Wien: Do, 30.01.2020, 19 Uhr, Lehranstalt für systemische Familientherapie, Trauttmansdorffgasse 3a, 1130 Wien
Wir ersuchen um Anmeldung unter: office@la-sf.at

Univ.-Doz. Dr. Konrad P. Grossmann
Univ.-Doz. Dr. Konrad P. Grossmann ist Psychologe & Psychotherapeut (SF), Lehrtherapeut für Systemische Familientherapie (la:sf in Wien), Mitarbeiter der Ambulanten Systemischen Therapie Wien (AST Wien), Lehrtätigkeit an der FH für Soziale Arbeit in Linz und an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.

Wir freuen uns sehr, dass heute ein neuer Lehrgang des Fachspezifikums Systemische Familientherapie unter der Leitung von Evelyn Niel-Dolzer, Christina Lenz und Sigrid Binnenstein begonnen hat und heißen alle Teilnehmer*innen herzlich willkommen. Wir wünschen den Student*innen und Lehrtherapeut*innen des Lehrgangs 35 einen erfolgreichen Start der Ausbildung.

Wichtige Information für alle eingetragenen Psychotherapeut*innen sowie Psychotherapeut*innen in Ausbildung unter Supervision:

Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz hat eine neu überarbeitete Supervisionsrichtlinie – Kriterien für die Ausübung psychotherapeutischer Supervision durch Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten herausgegeben.

Download der Supervisionsrichtlinie als pdf-Dokument und auf der Seite des Sozialministeriums (.pdf).

Das gesamte Team der la:sf gratuliert dem Lehrgang 30 sehr herzlich zum erfolgreichen Abschluss der Ausbildung!

Im Beisein von vielen Familienmitgliedern und Freund*innen gab es eine schöne offizielle Abschlussfeier und ein rauschendes Fest im Anschluss.

Ein Highlight des Abends war sicherlich die 30er-Adaption von „yesterday“ von den Beatles: den Text wollen wir Ihnen nicht vorenthalten.

Wir wünschen alles Gute für die weiteren beruflichen und privaten Wege.

Die StudentInnen des Lehrgangs 30 singen bei der Abschlussfeier

Yesterday, oh my Status seemed so far away
Now I need my Praxis to hide away
Oh, I believe in therapy.
Suddenly, the first client stands in front of me
And I don’t know what I used to know
But I believe in therapy.
 
Time-line, Sys-tem-brett, Wunderfra-ge, zirkulär,
Auf-stell-ungs-ar-beit, externa-li-sie-ier-e-e-en.
 
Stundenziel, davon kriegt der Konrad nie zu viel,
Pausen kennt sie nicht, die Dolzer Niel,
Oh, I believe in therapy.
Traumata, dafür ist die Uli Russi da,
Alles nur für uns, die Drei-ßi-ga,
Oh, I believe in therapy.
 
Gru-sel, Selbsterfahrung und Supervi-i-sion,
El-se, Praktika, AST und Intervis-i-o-o-o-on.
 
Empathy, most important thing there’ll ever be,
Wir sind am Ende uns’rer Energie,
But I believe in therapy.
 
Ul-li, Kon-rad, I-na und uns’re E-ve-lyn,
Me-li, Be-tti-na, Gabi und auch die Aim-é-e-e-e
 
Finally, we are ready to make therapy,
Oh, dear clients, won’t you come to me,
Cause I believe in therapy.
 
I believe in therapy, I believe in therapy… (fade out…)