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54. Systemisches Kaffeehaus Wien: Borderline-Persönlichkeitsstörungen versorgungswirksam behandeln

Borderline-Persönlichkeitsstörungen versorgungswirksam behandeln

Sowohl für die Akutpsychiatrie als auch für Psychotherapeut:innen in der Praxis stellen chronisch suizidale und selbstverletzende Patient:innen eine besondere Herausforderung dar. Für Systemische Psychotherapeut:innen kommt erschwerend hinzu, dass sie aufgrund der ihnen vermittelten diagnosekritischen Haltung nicht selbstverständlich auf störungsspezifische Behandlungstechniken zugreifen können.
In diesem Systemischen Kaffeehaus soll ein basaler, empirisch überprüfter Case-Management-Ansatz vorgestellt werden, der im deutschen Sprachraum wenig bekannt ist, obwohl er in den USA die Guidelines für die Behandlung der Borderline-Störung prägt. Auf der Basis dieses niederschwelligen Behandlungsansatzes können systemische Therapeut:innen verantwortungsvoll und wirksam arbeiten und damit einen Beitrag zu einer besseren Versorgung dieser anspruchsvollen Personengruppe leisten.
Dazu werden zunächst die Behandlungsangebote, aber auch -limitierungen der Akutpsychiatrie und spezialisierter psychotherapeutischer Stationen vorgestellt. Aus systemisch-traumatherapeutischer Perspektive wird dargestellt, welchen Beitrag Absolvent:innen einer systemischen Therapieausbildung in der Versorgung leisten können und welche Herausforderungen diesbezüglich während der Ausbildung auftreten.
Am Nachmittag stehen die Grundprinzipien des Casemanagements, vor allem aber ein verantwortungsvoller Umgang mit chronischer Suizidalität und Selbstverletzungen im Fokus. Neben der Beschreibung des therapeutischen Vorgehens und der Diskussion der Passung für die Systemische Therapie werden die praktischen Erfahrungen an der Christian-Doppler-Klinik in Salzburg, wo nach diesem Konzept gearbeitet wird, vorgestellt. Das Programm wird durch einen nicht-klinischen Beitrag aus einem Kunstprojekt abgerundet.

Elisabeth Wagner


Referent:innen:

Matthäus Fellinger
Borderline-Patient:innen in der Akutpsychiatrie: Was können wir leisten?

Katrin Hiesberger-Kamleitner
Stationäre Psychotherapie für Borderline-Patient:innen

Theresia Gabriel
Wie gut sind Systemische Therapeut:innen für die Behandlung von Personen mit Borderline-Störung gewappnet? Erfahrungen einer Lehrtherapeutin

Elisabeth Wagner
Versorgungswirksame Behandlung von chronisch suizidalen und selbstverletzenden Personen: Systemische Therapie und Casemanagement

Benjamin Miller-Doebeling
Erfahrungen mit dem Casemanagement aus der Christian-Doppler-Klinik

Katharina Kruppa
Psychotherapie, psychosoziale Unterstützung und darüber hinaus: Erfahrungen mit einem Kunstprojekt von Grow Together

Programmflyer


Teilnahmegebühr: € 54,- / € 30,- (Ermäßigung für Student*innen und Auszubildende der Fachspezifika und Propädeutika)
Rechnung wird per email zugeschickt.

Um Anmeldung wird ersucht: office@lasf.at

 

 

 

 

Weitere Termine

Datum

16. April 2026

Uhrzeit

9:00 - 17:00

Veranstaltungsort

la:sf
Trauttmansdorffgasse 3A, 1130 Wien

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