fg:st Fachgesellschaft für Systemische Therapie


Logo der Fachgesellschaft für Systemische Therapie fg:st


Hier finden Sie alles Wissenswert über die Aktivitäten der fg:st. Die offizielle Webseite geht bald online.

la:sf wird fg:st

Fachausbildung fg:st

Fortbildung fg:st

la:sf wird fg:st

Liebe Kolleg*innen, liebe Studierende, liebe Freund*innen der Lehranstalt,

das neue Psychotherapiegesetz 2024 bringt weitreichende Veränderungen für alle Ausbildungsinstitutionen mit sich. Für die Lehranstalt (la:sf) bedeutet es zusätzlich eine Veränderung in der Rechtsform. Die inhaltliche Neuausrichtung mit universitären Kooperationen sowie die Gestaltung der Ausbildung in der dritten Phase erfordern eine Neugestaltung mit dem Ziel, unser gesammeltes Wissen und unsere Erfahrung aus 45 Jahren in eine neue, qualitativ hochwertige methodenspezifische systemische Ausbildung zu überführen.

Die Umgestaltung der Organisationsform umfasst drei zentrale Punkte:

  1. Aus la:sf wird fg:st.
  2. Aus der Lehranstalt für systemische Familientherapie wird die Fachgesellschaft für Systemische Therapie.
  3. Team, Qualität der Ausbildung und Struktur bleiben gleich.

Mit Zustimmung des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz sowie der Erzdiözese Wien als Träger der Schule wurde daher am 24. Juli 2024 der Verein Fachgesellschaft für Systemische Therapie (fg:st) gegründet. Dieser wird ab dem 1. Oktober 2026 die Rechtsnachfolge der Lehranstalt gegenüber dem Bundesministerium übernehmen.

Derzeit bilden sechs Lehrtherapeut*innen der Lehranstalt den Vorstand des Vereins. Ihre zentrale Aufgabe ist es, eine stabile Basis für den geplanten Übergang zu schaffen und diesen verantwortungsvoll zu entwickeln.

Um den Prozess der Nachfolge rechtskonform zu gestalten, starten die Lehrgänge 44 und 45 sowie der Universitätslehrgang 3 im Jahr 2026 noch unter dem Dach der la:sf und werden bis 2030 in gewohnter Weise zu Ende geführt, ebenso wie diverse Veranstaltungen und Fortbildungen.

Parallel dazu nimmt die fg:st ab Oktober 2026 ihre Lehrtätigkeit auf. Sie wird unter anderem den Lehrgang Linz 05, die neuen universitären Masterkooperationen sowie die Ausbildung der dritten Phase verantworten und weiterentwickeln.

Neben den vertrauten Kommunikationskanälen – wie der Website der Lehranstalt, dem Newsletter, den Systemische Notizen – wird es in naher Zukunft auch eine Website der fg:st geben. Selbstverständlich halten wir Sie über alle Entwicklungen auf dem Laufenden.

Wir arbeiten intensiv und mit Freude gemeinsam an den erforderlichen Veränderungen und sind uns sicher, den Übergang erfolgreich zu gestalten. Unser gemeinsames Ziel ist es, die hohe Qualität und den besonderen Geist unserer Lehranstalt in der neuen Organisationsform bewahren und weitertragen zu können.

Fachausbildung Lehrgang Linz 05

Unser Anliegen ist es, dass sich Student*innen zu Psychotherapeut*innen entwickeln, denen bewusst ist, wohin sie sich mit ihrem therapeutischen Handeln zum Wohl ihrer Klient*innen bewegen. Sie bleiben immer auch Lernende, die mit ihren Klient*innen weiterwachsen.

Worum geht’s in der Ausbildung?

Wir vermitteln systemisch-therapeutisches Denken und Handeln sowie eine therapeutische Haltung, die auf Empathie, Wertschätzung und Ressourcenorientierung basiert. Sie lernen u. a.:

  • die Grundlagen systemischer Theorie
  • systemisch-therapeutische Fallkonstruktion
  • Veränderungsprozesse professionell zu begleiten
  • Anwendung der Kompetenzen in Einzel-, Paar-, Familien- und Mehrpersonensettings

Was erwartet Sie?

  • Theorie & Praxis im lebendigen Wechsel
  • gemeinsames Lernen in geschlossenen Ausbildungsgruppen & Peergruppen
  • Psychosoziales Praktikum an der Lehrberatungsstelle der Fachgesellschaft
  • Beobachtung realer therapeutischer Prozesse und einhergehender Reflexion
  • engagiertes, serviceorientiertes Ausbildungsteam
  • vorausschauende Terminplanung für gute Vereinbarkeit
  • Zugang zu Fortbildungsformaten & Fachzeitschrift „Systemische Notizen“

Abschluss und Anerkennung

Am Ende stehen:

  • wissenschaftliche Abschlussarbeit
  • absolvierte Kolloquien zur Reflexion der eigenen praktischen Umsetzung des Erlernten

Diese qualifizieren mit allen anderen Ausbildungsschritten zur Einreichung beim Bundesministerium für die Anerkennung als Psychotherapeut:in.

Ihr Lernweg ist mehr als ein Curriculum:

In einer lebendigen, begleiteten Ausbildung mit Raum für persönliche Entwicklung wachsen Ihre Kompetenzen, Ihre Haltung und Ihr systemisch-therapeutisches Verständnis.

Organisatorisches, Kosten

Start: Oktober 2026
Dauer: 8 Semester berufsbegleitend
Format: Einzelne Wochentage & Samstage
Umfang: 2.220 Stunden (Teilzeitäquivalent) Besondere Module: Drei Blockseminare (Gruppenselbsterfahrung) in Seminarhotels

Kosten des Auswahlverfahrens:

Auswahlseminar (exkl. Aufenthalt): € 380,-
Einzelgespräche: à € 100,-

Kosten der Ausbildung:

€ 3.350,- pro Semester
In diesem Preis ist die kontinuierliche Ausbildung, die Systemische Lehrtherapie in Gruppen und die Supervision enthalten. (Nicht enthalten sind die Kosten für Einzellehrtherapie und eventuelle Aufenthaltskosten.)

Einmaliger Organisationsbeitrag: € 685,-

Ausbildungsflyer

Auswahlverfahren

Das Auswahlverfahren ist bereits im Gange. Bewerbung ist nicht mehr möglich.

Um in die Fachausbildung zur Systemischen Therapie aufgenommen zu werden, ist ein Auswahlverfahren vorgesehen. Dieses besteht aus

  • Anmeldung (Motivationsschreiben, Lebenslauf, Personalblatt, Foto)
  • ein bis zwei Einzelgesprächen mit der Lehrgangsleitung und
  • einem Gruppenauswahlseminar

Wir empfehlen, vor der Anmeldung unverbindlich an einem der Info-Abende teilzunehmen. Sie lernen dort das Team kennen, erhalten Details zur Ausbildung und haben die Möglichkeit, Fragen zu stellen sowie sich das Haus anzusehen. Anmeldung zum Info-Abend erbeten (office@fgst.at). Die Bewerbungsunterlagen, bestehend aus einem Motivationsschreiben, Lebenslauf, Personalblatt und Foto, lassen Sie uns per E-Mail (office@fgst.at) zukommen. Das Personalblatt steht hier als Download (.pdf) zur Verfügung. Das Auswahlseminar findet im Bischöflichen Priesterseminar, Harrachstraße 7, 4020 Linz statt.

Termine

Info-Abende:

Donnerstag, 12.02.2026, 19 Uhr (ausgebucht)
Donnerstag, 26.02.2026, 19 Uhr

Ende der Bewerbungsfrist: Mo, 02.03.2026

Auswahlseminare:

Dienstag, 19.05.2026, 9-20 Uhr
Mittwoch, 27.05.2025, 9-20 Uhr

Ort: Bischöfliches Priesterseminar, Harrachstraße 7, 4020 Linz

Fortbildungen

Die Kunst des psychotherapeutischen Gesprächs. Ein systemischer Fokus auf das Dazwischen von Klient:innen und Therapeut:innen

Therapieprozesse gestalten und entwickeln sich häufig in einer Weise, die Klient:innen als hilfreich und bedeutsam beschreiben und die es uns Therapeut:innen ermöglicht, uns selbst als wirksam zu erfahren. In diesen Prozessen erleben wir die Kommunikation oft – jenseits inhaltlicher Herausforderungen – als ein Fließen und gegenseitiges Anschließen: als wechselseitiges Bezogensein, aufeinander Eingehen und gemeinsames Abstimmen.

Wir alle kennen jedoch auch Prozesse, in denen sich Kommunikation schwierig oder stockend anfühlt; in denen kaum ein gemeinsamer Gesprächsfluss entsteht. Zögern, Schweigen, ein Sich-Zurückhalten oder das Erleben, dass „etwas dazwischenliegt“ oder sich nicht wirklich greifen lässt, können solche Begegnungen prägen.

Diese Momente des Schwierigen und Brüchigen standen im Zentrum unserer langjährigen Forschungsarbeit. Dabei haben wir versucht, dieses Phänomen theoretisch zu verorten und unsere Beobachtungen und Reflexionen anhand ausgewählter Fallbeispiele so zu strukturieren, dass sie dazu beitragen können, die kommunikative Kompetenz in der therapeutischen Praxis zu erweitern und zu verfeinern.

Theoretisch erscheint uns dabei ein wesentlicher Unterschied bedeutsam: Das Phänomen schwieriger oder brüchiger Prozesse – was in der analytischen Tradition vielleicht auch mit dem Begriff des „Widerstands“ verortet wird – verstehen wir nicht als etwas, das Klient:innen zugeschrieben werden kann. Vielmehr begreifen wir es mit dem systemischen Blick als ein Geschehen, das sich im „Zwischen“ organisiert – innerhalb der gemeinsamen Interaktion von Therapeut:innen und Klient:innen.

Mithilfe der Konversationsanalyse – einer Transkriptionsmethode, die neben sprachlichen Äußerungen auch stimmliche, rhythmische und interaktionelle Qualitäten sichtbar macht – haben wir ausgewählte Fallsequenzen untersucht. Dabei interessierte uns unter anderem, wie sich in den wechselseitigen kommunikativen Anschlüssen von Klient:innen und Therapeut:innen das jeweils „Verstandene“ nachvollziehen lässt und wie daraus wiederkehrende kommunikative Muster erkennbar werden.

Diese über unterschiedliche Inhalte und Themen hinweg beobachtbare Strukturbildung von Gesprächen fasziniert uns und bestärkt unser theoretisches Verständnis therapeutischer Gespräche als autopoietische Prozesse. Zugleich beeinflusst diese Beobachtungs- und Herangehensweise auch unser therapeutisches Arbeiten: Wir richten unsere Aufmerksamkeit verstärkt auf das, was wir wechselseitiges Anschlussverhalten nennen, und erfahren das gemeinsame Reflektieren kommunikativer Prozesse als wirksame und hilfreiche Ressource therapeutischer Praxis.

An diesem Tag wollen wir unsere Erfahrungen und Erkenntnisse teilen und die Sinnhaftigkeit und Wirksamkeit dieser Form der Beobachtung erfahrbar machen.

Referent:innen

Brigitte Lassnig, Denise Rigaud, Sonja Forstner, Bettina Hemmelmayr, Magdalena Hörfarter-Koch, Angela Kirchner, Barbara Pöchheim, Jochen Schinkel, Michael Trauner,
Gabi Watzinger, Nicole Zainzinger-Jandl

Di, 13.10.2026, von 9 – 16 Uhr

Teilnahmegebühr € 87,-
Ermäßigung für Student:innen € 45,-

Pfarrgemeindezentrum Don Bosco, 4020 Linz, Fröbelstraße 30
Anmeldung: office@fgst.at

Flyer SKH Linz Spezial

Ein systemischer Fokus auf das Dazwischen von Klient:innen und Therapeut:innen

Inhalte:

Wir möchten gemeinsam anhand von transkribierten Beispielen aus der Praxis…

  • systemtheoretische Perspektiven für die eigene Praxis lebendig werden lassen
  • den Blick für die Dynamiken psychotherapeutischer Gespräche schärfen
  • die praxisnahe Beobachtung 2. Ordnung weiterentwickeln
  • neue Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit herausfordernden Situationen erarbeiten

Fr, 02.04.2027, 10 – 18 Uhr
Sa, 03.04.2027
, 09 – 16 Uhr
4020 Linz, Fröbelstraße 13

Kosten: € 330,- (Early Bird bis 30.11.2026: € 290,-)
Anmeldung: office@fgst.at

Flyer Fortbildung Gesprächsführung